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Malteser Sanitätsstation Ameland

Sonderurlaub

Sonderurlaub

Für die leitende und helfende Tätigkeit, die in Jugendferienlagern, bei Jugendreisen, Jugendwanderungen, Jugendfreizeit- und Jugendsportveranstaltungen sowie internationalen Begegnungen ausgeübt wird oder zur erzieherischen Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Heimen und ähnlichen Einrichtungen im Rahmen der Familien- und Kindererholung habt Ihr die Möglichkeit, bis zu 8 Tage Sonderurlaub zu beantragen. In Nordrheiin-Westfalen wird dieser Antrag durch Eure Arbeitgeber nach dem Sonderurlaubsgesetz geprüft und entschieden.

Für private und öffentliche Arbeitgeber gelten dabei unterschiedliche Regelungen. Weitere Infos -insbesondere für Regelungen in Nordrhein-Westfalen- findet ihr auf den Seiten von JuleiCa.de.

Allgemein kann man festhalten, dass es in allen Bundesländern für beide Arbeitgeberbereiche ähnliche Regelungen wie für das Land Nordrhein-Westfalen gibt.

Gemeinsame Voraussetzungen für die Gewährung von Sonderurlaub sind eine leitende, helfende Tätigkeit in der Jugendhilfe. Voraussetzung dafür ist, dass

  • Du mindestens 16 Jahre alt bist
  • Du dauerhaft (also nicht nur kurzfristig) bei einem Träger der Jugendarbeit engagiert bist
  • Du über eine Ausbildung nach den jeweils gültigen Richtlinien absolviert hast und
  • Du eine gültige Erste-Hilfe-Bescheinigung vorweisen kannst.

Das Vorliegen dieser Voraussetzungen kann man am besten über den Besitz einer JugendleiterCard (JuLeiCa) nachweisen.

Bei der Gewährung von Sonderurlaub erhälst Du von Deinem Arbeitgeber für die Zeit des Sonderurlaubs kein Gehalt. Das Gehalt wird aber (zum Teil) erstattet. Beachtet bei den Erstattungsregelungen für den Lohnausfall bitte, dass die überwiegende Anzahl der Bundesländer darauf Wert legt, dass sich der Firmen- oder der Filialsitz Eures Arbeitgebers und Euer Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen befinden. Die Landesjugendämter bei LWL und LVR des Land Nordrhein-Westfalen achten seit dem Jahr 2015 darauf, dass der Maßnahmenträger seinen Sitz in Nordrhein-Westfalen hat, der Firmensitz des Arbeitgebers der Helferin oder des Helfers sich sber auch ausserhalb von Nordrhen-Westfalen, aber innerhalb der Grenzen der Bundesrepublik Deutschland, befinden darf. In diesem Fall ist es wichig, dass der Sonderurlaub durch den Arbeitgeber nach dem Sonderurlaubsgesetz des jeweiligen Bundeslandes gewährt wurde. Bei der Wohnsitzregelung bleibt es dabei, dass der Hauptwohnsitz in NRW sein muss. Einen Überblick für die Regelungen in den Bundesländer hierzu gibt ebenfalls die Seite JuleiCa.de, für die Regelungen in Nordrhein-Westfalen wurden verschiedene Hinweisblätter veröffentlicht, die hier zusammengedasst wurden (Stand 2018).

Sofern durch Euren Arbeitgeber Sonderurlaub gewährt wird, stellt der private Arbeitgeber die Gehaltszahlung an Euch ein. Ihr bekommt für diese Zeit eine Erstattung des Lohnausfalls von den Maltesern, die dieses Geld wiederum vom Landesjugendamt beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe erhalten. Von Eurem Gehalt werden etwa 80% (Stand 2018) durch diese Mittel erstattet. Der Prozentsatz wird in jedem Jahr neu festgesetzt und bewegte sich bisher immer um die 80% des Bruttogehalts abzüglich der Sozialversicherungsanteile. Durch die Angabe des Bruttoverdienstausfalls durch den Arbeitgeber kommt es durch den pauschalen Abzug zu einer Erstattung des Nettoverdienstes von nahezu 100%. Die gezahlte Lohnersatzleistung wirkt bei der Einkommenssteuer zudem steuermindernd, sodass der Lohnausfall nicht besteuert wird.

Für den Sonderurlaub bei öffentlichen Arbeitgebern und deren Lohnfortzahlungsmodalitäten gibt es bei Gemeinden, Städten und Kreisen sowie in den Bundesländern und bei der Bundesverwaltung eigene Regelungen für die Gewährung von Sonderurlaub. In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel die Freistellungs- und Urlaubsverordnung.

Infos dazu und Anträge für Erstattungen erhaltet Ihr beim Arbeitskreis Ameland.

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